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Erkrankungen

joggen fussKonservative und operative Therapieoptionen

Der Wandel in der Medizin zur ganzheitlichen Betrachtung hat der Behandlung von Fußerkrankungen und Fußschmerzen eine neue Dimension gegeben.

Durch gezielte Untersuchungen und sorgfältige Befragung des Patienten werden in unserer Praxis ganzkörperliche Behandlungsstrategien angeboten. Dabei gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse und Belastungssituationen jedes Einzelnen ein.

Hierzu nutzen wir folgende in unserer Praxis angebotenen diagnostischen Möglichkeiten:
  • Röntgen
  • Kernspintomographie (MRT)
  • Ganganalyse / Podiometrie (siehe Abb.)
  • 4-D Untersuchung des Körpers
  • Konservative Therapie

Hierunter fallen Maßnahmen zur Verbesserung der Fußfunktion und damit Linderung der Schmerzen. es erfolgt immer eine sorgfältige Inspektion des Fußes und des gesamten Bewegungsapparates.podiometrie

Aufgrund der statischen Fehlhaltungen des Fußes und der entsprechenden muskulären Dysbalancen sowie der Fehlstellungen im Bereich des Beckens und der Wirbelsäule unterscheiden wir zwischen passiv stützenden herkömmlichen Einlagen und den ganzheitlich ausgerichteten sensomotorischen Aktiveinlagen.

Sensomotorische Einlagen erreichen über die Stimulation kleinster Rezeptoren eine Anregung der Fuß-Bein-Rückenmuskulatur. Hierbei entsteht eine Verbesserung der Koordination der haltungsbestimmenden Muskelgruppen. Folgerichtig ergibt sich hieraus auch der therapeutische Einsatz der krankengymnastischen Behandlung im Sinne der Spiraldynamik als auch der von uns durchgeführten Stoßwellentherapie.

Operative Therapie

fuss sw rotNach Ausschöpfen der konservativen Therapie und Fortbestehen der Beschwerden oder auch bei ausgeprägten Fehlstellungen empfehlen wir die operative Versorgung. Beispielsweise kann ein quälender Mittelfußschmerz, der häufig mit einem Hallux valgus einhergeht durch operatives Vorgehen deutlich gelindert werden.

Die Optimierung der operativen Möglichkeiten gerade auch durch minimalinvasive Techniken hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Die Ziele der operativen Versorgung des Fußes sind Schmerzfreiheit, Funktionalität und Ästhetik des Fußes.

Eine Belastung des Fußes ist zum Teil sofort nach der Operation oder innerhalb von drei Wochen möglich. Hierbei kommen winkelstabile Platten (Titan) zur Stellungskorrektur des Mittelfußes zur Anwendung. Um erneute operative Eingriffe zu vermeiden werden auch selbst auflösende Implantate verwendet.

Bei folgenden Diagnosen werden operative Techniken der modernen Fußchirurgie von uns durchgeführt:
  • Hallux valgus (X-Stellung der Großzehe)
  • Hallux rigidus (schmerzhafte Einsteifung der Großzehe / Arthrose)
  • Hammerzehen / Krallenzehen
  • Schneiderballen / Kleinzehendeformitäten
  • Vorfuß-/ Ballenschmerzfusserkrankungen
  • Metatarsalgien (Belastungsschmerz der Mittelfußköpfchen)
  • Morton-Neuralgie
  • Haglundexostose
Folgende operative Techniken stehen hierbei zur Verfügung:
  • Lapidusarthrodese
  • OP nach Austin (Chevron-Osteotomie)
  • OP nach Scarf
  • Close/Open Wedge Osteotomie
  • Osteotomie nach Weil
  • OP nach Akin
  • Peg-in-hole Arthrodese
  • Cup-in-cone Arthrodese

Alle Ärzte des orthozentrum26 sind mit den konservativen und operativen Maßnahmen bestens vertraut.

Dr. Gaudin und Dr. Willimski sind sehr erfahrene und anerkannte Fußchirurgen und führen die operativen Eingriffe selbständig durch. 

Zur weiteren Beratung empfehlen wir einen Termin in unserer speziellen Fußsprechstunde zu vereinbaren.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren: Telefon  030 308 30 67 0  •  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kniegelenk RoentgenSchmerzen im Knie bedeuten häufig einen Verlust an Lebensqualität. Zu unterscheiden sind im Wesentlichen zwei Ursachen, die die Funktion am Kniegelenk beeinflussen können:

  • Verschleiß durch langjährige Belastung (Gonarthrose, Knorpelschaden, Meniskusschaden)

  • Verletzung beim Sport (Meniskusriß, Innenband- oder Kreuzbandverletzung)

Diese Information soll eine erste Orientierung sein, kann aber das Gespräch mit einem unserer spezialisierten Orthopäden nicht ersetzen. Lassen Sie sich durch uns über die konservativen und operativen Möglichkeiten beraten.

Meniskusverletzungen

Das menschliche Kniegelenk verfügt über einen Innen- und Außenmeniskus. Hierbei handelt es sich um zwei Knorpelscheiben, die in unterschiedlicher Form den runden Oberschenkelkopf und den flachen Unterschenkelkopf ausgleichen. Der Meniskus dient sozusagen als Puffer und Bremsklotz zwischen diesen beiden Knochen. Aufgrund dieser besonderen Aufgabe ist der Meniskus hohen Belastungen ausgesetzt. Knieschmerzen sind deswegen oft auf Erkrankungen des Meniskus zurückzuführen.

Ursachen des Meniskusrisses

Man unterscheidet verschiedene Ursachen von Meniskusrissen und Bandverletzungen. Hauptgründe sind verschleißbedingte Veränderungen und unfallbedingte (Fußball, Ski, Tennis etc.) Ursachen.

Symptome eines Meniskusrisses

Viele Patienten verspüren einen plötzlich einschießenden Schmerz an der Innen- oder Außenseite. des Kniegelenkes. Nicht selten tritt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung bei Belastung mit Blockaden und Gelenkerguss auf.

 

Kniegelenksverschleiss (Gonarthrose, Knorpelschaden)

Ursache

Es werden für die Entwicklung der Arthrose (Knorpelschäden Grad I-IV) genetische Faktoren diskutiert. Faktoren wie Übergewicht und starke Belastung bei langjährigen Arbeiten in Körperzwangshaltung können die Arthrose begünstigen. Es gibt aber auch Arthroseformen, bei denen die Ursache bekannt ist. Hierunter zählen z.B. Frakturen im Kniebereich (Knochenbrüche), Fehlstellungen (X- oder O-Bein), Knieverletzungen wie Meniskusschäden oder Bandschäden.

Symptome 

Die Symptome der Gonarthrose verlaufen stadienabhängig.

Anfangsstadium: Schmerzen nur bei Belastung. Die Patienten berichten über einen Anlaufschmerz.

Mittleres Stadium: Schmerzen werden häufiger und die Gehstrecke immer kürzer. Die Beweglichkeit reduziert sich zunehmend und es kommt zu Schwellungen.
Fortgeschrittenes Stadium: es kommt zu Dauer- und Ruheschmerzen. Folge ist deutlich eingeschränkte Beweglichkeit mit kürzeren Wegstrecken.

Diagnostik

Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können gehört zu der ausführlichen Anamnese eine körperliche Untersuchung. Verschiedene spezielle Tests am Knorpel, an den Menisken und Bändern geben Hinweise über das Ausmaß der Erkrankung. Der Knieschmerz ist so individuell wie jeder Mensch. Deswegen stehen zur weiteren Differenzierung der Diagnose zusätzlich folgende technische Untersuchungen in unsere Praxis zur Verfügung:

  • Röntgen
  • Sonographie
  • Kernspintomographie (MRT)

Konservative Therapie

In vielen Fällen der genannten Erkrankungen steht die konservative Therapie an erster Stelle. Folgende Verfahren stehen in unserer Praxis zur Verfügung :

  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Kräftigungs- und Mobilisationsbehandlung
  • Injektionstherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten
  • Injektionstherapie mit Hyaluronsäure (Recosyn, Goon, Ostenil, Durolane etc) oder mit ACP (autologes conditioniertes Plasma)
  • Lasertherapie und Magnetfeldtherapie
  • Stoßwellentherapie
  • Akupunktur
  • Bandagen- und Orthesenversorgung

Nach Rücksprache mit unseren Spezialisten bestehen in einzelnen Fällen gezielte operative Indikationen, bei denen die konservative Therapie keinen Erfolg mehr verspricht.

Operative Therapie

Knie TEP SchemaArthroskopie (Kniegelenk-Spiegelung)

  • wird überwiegend als ambulante Operation durchgeführt. Durch zwei kleine Hautschnitte („Schlüsselloch-Methode“) kann das Kniegelenk mit Hilfe einer eingeführten Kamera in allen Abschnitten eingesehen werden. Meniskusverletzungen, Kreuzbandrisse und Knorpelschäden können so erfolgreich operiert werden.

Oberflächenersatzprothese - Knieendoprothese

  • wird je nach Ausprägungsgrad der Arthrose als Teilersatz (unikondylär) oder Vollersatz (bicondylär) als stationärer Eingriff durch unser Spezialistenteam durchgeführt.

Nachbehandlung

Nach einer ambulanten Arthroskopie erfolgt die Nachbehandlung in der Praxis. Wir helfen Ihnen ggf. mit einem Krankentransport und Taxi von Ihrer Wohnung die Praxis zu erreichen. Je nach Diagnose laufen Sie ca. 2-5 Tage an Gehstützen; ein parallel verordnetes Physiotherapieprogramm hilft Ihnen dabei schnell wieder im Alltag mobil zu sein. Die Fädenentfernung erfolgt nach ca. 7 Tagen.

Nach Implantation einer Oberflächenersatzprothese beträgt der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 7-12 Tage. Noch im Krankenhaus wird eine ambulante oder stationäre Reha-Maßnahme geplant (ca. 3 Wochen). Nach der Reha werden Sie individuell in der Praxis wieder an Ihre alltägliche oder sportliche Belastung herangeführt.
Ergänzend seien hier noch weitere operative Therapiemaßnahmen genannt, die ggf. durch uns oder andere Spezialisten in Krankenhäusern durchgeführt werden können:

  • Umstellungsoperation am Kniegelenk
  • Minimalinvasiver Kreuzbandersatz
  • Minimalinvasive Patellaoperationen bei Patellaluxation
  • Knorpelzelltransplatation (3D-ACT)
  • Arthroskopie mit Microfracturing

 

Artikel zum Thema Meniskusschäden aus Zeitschrift Matchball

KnochendichtemessungSeit Mai 2014 werden in unseren Praxisräumen am Kaiserdamm DXA-Knochendichte-Untersuchungen in Kombination mit einer Knochen-Laboruntersuchung durchgeführt.

Osteoporose die neue Volkskrankheit!

Osteoporose auch Knochenschwund genannt, ist eine Erkrankung die mit dem Verlust von Knochensubstanz einhergeht. Osteoporose ist nicht nur eine Alterserscheinung, sie zählt zu den häufigsten Erkrankungen weltweit.

Schätzungsweise haben 6,3 Millionen Frauen und 1,1 Millionen Männer eine Osteoporose. Osteoporose ist eine Knochenkrankheit mit hohem Risiko für Knochenbrüche. Viele dieser Brüche sind sturzbedingt und auf morsche Knochen zurück zu führen. Etwa 30 % der älteren Männer und Frauen in und nach den Wechseljahren, weisen eine erniedrigte Knochendichte auf. Jedes Jahr erkranken ca. 900.000 Menschen an Osteoporose und fast die Hälfte der Knochenbrüche sind auf poröse Knochen zurückzuführen. 

osteoporoseRisikofaktoren an Osteoporose zu erkranken sind:

  • Lebensalter bei Frauen ab 40 Jahren
  • Lebensalter bei Männer ab 60 Jahren
  • Chronische Erkrankungen wie
    • Diabetes
    • Rheumatoide Arthritis
    • Schilddrüsenerkrankungen
    • Untergewicht
    • Nierenerkrankungen
  • Rauchen
  • hoher Alkoholkonsum
  • familiäre Veranlagung/Knochenbrüche in der Familie
  • chronische Medikamenteneinnahme z.B. Kortison
  • Vitamin D und Kalziummangel
  • Bewegungsarmut
  • falsche Ernährungsgewohnheiten

 

Vorsorge

Gesundheit ist das höchste Gut – Werden Sie aktiv!

Osteoporose Früherkennung

Osteoporose bedingte Frakturen wie z.B. Oberschenkelhals und Wirbelbrüche führen zu einer erheblichen Einschränkung der Lebenssituation, oft mit einer starken Bewegungs-Einschränkung mit Folgeerkrankungen und großer Krankheitslast. Dabei lässt sich dieses Risiko mit der richtigen Diagnostik und Therapie erheblich minimieren, sodass Osteoporose vermeidbar und im frühen Stadium heilbar ist. Bei familiärer Veranlagung ist ein humangenetischer Risk-Check besonders zu empfehlen.

Welche Untersuchungen sind sinnvoll?

osteoporose 2Zur Diagnostik gehören eine Knochendichtemessung und eine spezifische Laboruntersuchung. 

Knochendichtemessung

mit Standardmessverfahren mittels DXA (Dual Energy-X-Ray Absorptiometrie) an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals. Die Untersuchung ist strahlenarm, schmerzfrei , gut verträglich und in wenigen Minuten durchführbar.

Basis-Laboruntersuchung

Im Blut werden unter anderem Mineralstoffe, Kalzium, Phosphat, Hormonwerte und sogenannte Knochenmarker bestimmt, die etwas über den Mineralgehalt der Knochenstruktur aussagen. Ergeben sich nach der Knochendichtemessung und der Laboranalyse Hinweise auf eine Bruchgefahr, sollten diese mit Fachspezialisten weiter behandelt und therapiert werden. Der Arzt wird dann gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie unter Einschätzung des Nutzen/ Schaden-Risikos einleiten.

Osteoporose entgegenwirken – das können Sie selber tun:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Vermeidung von Untergewicht
  • Ausreichende Calcium- und Vitamin D3 Zufuhr
  • Körperliche Bewegung
  • Training der Muskelkraft und Balance
  • Einschränkung von Genussmitteln
  • 30 Minuten täglich Sonnenlichtexposition von
  • Armen und Gesicht zur Bildung von Vitamin D3
Falls wir Ihr Interesse an dem Thema Osteoporose geweckt haben sollten, können Sie gerne einen Beratungstermin in einer unserer Spezialsprechstunden vereinbaren: 030 308 30 67 -0
 

SEllenbogenchmerzen in Sehnen und Unterarmmuskulatur, den sogenannten Tennisarm oder Tennisellenbogen, sollte jeder auch ernst nehmen, wenn er kein Tennis spielt – unbehandelt kann es zur chronischen Entzündung kommen.

Nein, es liegt nicht unbedingt an der letzten Tennisstunde. Die Schmerzen am Ellenbogen sind eher die Folge einer häufigen Fehl- und Überbelastung von Muskulatur und Sehnen z.B. beim täglichen Schreiben am PC oder auch der gestrigen Putz-Orgie. Genau im Areal um einen kleinen Knochenvorsprung an der Außenseite des Ellenbogens entsteht dann dieser äußerst unangenehme Schmerz. An dieser Stelle setzen über eine Sehne die Unterarm- und die daumenseitige Hand- und Fingerstreckmuskulatur an.

Was kann man gegen eine Sehnenansatzreizung tun?

Es gibt zwar bei allen Sehnenerkrankungen bei etwa jedem vierten Betroffenen eine Selbstheilung innerhalb eines Jahres. Aber niemand weiß vorher, ob er zu den Glücklichen gehört. Und wenn nicht behandelt wird, liegt nach einem Jahr ein schwer therapierbarer chronischer Reizzustand vor. Daher sind in der Selbstanwendung von anfang an folgende therapeutische Möglichkeiten durchzuführen:

  • Kühlen des Ellenbogens über 10 Minuten-Intervalle
  • Homöopathie z.B. Arnika D4 oder D6, Bryonia D4 oder D6

Ansonsten ist natürlich die Vorstellung beim Arzt empfehlenswert. 

  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Salbenverbände kombiniert mit spezieller Elektrotherapie
  • Physiotherapie / Querfriktion
  • Kortisoninjektionen
  • Akupunktur
  • Ultraschall- und Magnetfeldtherapie

sind etablierte Behandlungsmethoden, können am anfang helfen, sind aber nicht in jedem Fall zielführend wie man inzwischen durch klinische Studien weiß.

Wir empfehlen daher eine insbesondere die Durchführung eines exzentrischen Krafttrainings mit dem Thera-Band Flex-Bar Stab in Kombination mit lokalen Anwendung der fokussierten Stosswellentherapie. Auch kann die Anwendung von lokal angewandten Nitro-Sprays Linderung bringen.

Ein aktueller neuer Ansatz der Therapie bietet die lokale Injektion von ACP (PRP, Eigenblut) an den gereizten Sehnenansatz. Die Injektionen sind zwar am anfang schmerzhaft, jedoch werden an der Sehne lokale Reperaturvorgänge in Gang gesetzt und es kann zur Heilung kommen.  

Werden alle positiven Effekte sowohl bei akuten als auch bei chronischen Tennisellenbogen im Kombipack aufaddiert, vergrößert sich das Heilungspotential.

Das haben auch Studien gezeigt. Besonders wichtig ist es, drei Monate lang jeden Tag fünf Minuten Flex-Bar-Übungen zu machen. Aufgrund der vermehrten Belastung durch das Krafttraining können jedoch die Schmerzen in den ersten zwei bis vier Wochen erst einmal zunehmen. Gegen die Schmerzen können Sie Ibuprofen oder Paracetamol (in Maßen!) einnehmen und täglich 10 Minuten mit Eis behandeln.

Wie soll man sich behandeln lassen?

Aber auch im Einzelfall nicht verzweifeln, denn am Ende des Tunnels, sprich nach etwa 18 Monaten, winkt nach konsequenter Therapie eine Schmerzlinderung um 60 bis 70 Prozent oder noch mehr.

Der Schlüssel zum Erfolg ist das Durchbrechen der Bewegungsmonotonie, sei es am PC, dem Haushalt oder dem Tennisplatz. Ergonomische Hilfen wie ein Tastatur- und Mauspad am PC oder auch Tennisschläger anderer Griffstärke (1/4 größer oder kleiner) und andere Bespannung können bereits ein Schritt dahin sein. Das nimmt Stress von den gereizten Unterarmsehnen.

Wenn alles nicht hilft, gibt es noch die Möglichkeit zu operieren. Bei der gängigsten OP-Methode wird der entzündete Sehnenteil vom Knochen abgelöst, um weiter unten am Knochen wieder anzuwachsen und jene Nerven durchtrennt, die den schmerzhaften Ellenbogenbereich versorgen. Aber besser ist es, wenn man die Schmerzen mit konsequentem Training und Therapie in den Griff bekommt.

Bei weiteren Fragen helfen wir Ihnen gerne in einer unserer speziellen Beratungssprechstunden weiter.

Versucht der Körper überlastete Sehnen zu stärken, schmerzen sie. Ein Spezialtraining schafft Abhilfe.

Sprunggelenk AchillessehneDie Welt des Sports lernte Victor S. (Name geändert) zunächst nur von ihrer schöns­ten Seite kennen. Unbekümmert und beschwingt genoss er die neu entdeckte Bewegung. „Damals bin ich jeden Tag gelaufen. Es war das pure Vergnügen“, erinnert sich der Grafikdesigner. Er trainierte so fleißig, dass er nach einem Jahr einen Marathon bewältigte. Doch schon bald nach dieser erstaunlichen Leis­tung bekam das makellose Bild erste Risse. Der Grund war ein Zwicken der Achillessehnen. „Ich habe mich aber nicht weiter ­darum gekümmert. Es war nicht sonderlich schlimm, und vor allem verschwanden die Schmerzen wieder, sobald ich ein bisschen lief.“ Victor S. trainierte weiter – ein Fehler, wie sich später zeigte.

Berichte wie diesen hört Professor Kars­ten Knobloch häufig. Der Chirurg an der Medizinischen Hochschule Hannover hat ein Buch über den Schwachpunkt Achillessehne geschrieben. „Es ist ganz typisch, dass die Beschwerden lange ignoriert oder unterschätzt werden. Die Betroffe­nen meinen, sie würden von selbst wieder ­verschwinden.“ Manche Sportler drosseln ihr Trainingspensum ein wenig, die meisten aber machen weiter wie immer. Sie nehmen das Warnsignal ihres Körpers nicht ernst.

Alarmzeichen zu übersehen ist nie eine gute Idee – auch nicht, wenn es um die Achillessehnen geht. Schließlich zeugen die Schmerzen von Überlastung. „Vor allem ambitionierte Läufer sind gefährdet“, berichtet Knobloch. „Die Achillessehnen sind ihre Schwachstellen, an denen das häufige Training Spuren hinterlässt.“ Offenbar spielt auch der Untergrund eine Rolle, auf dem gelaufen wird. „Sehr weicher, sandiger Boden erhöht das Risiko um das Zehnfache“, fand der Chirurg bei einer Untersuchung heraus. Erstaunlich auch: Ob jemand auf Asphalt oder Waldboden läuft, ist egal – das Risiko bleibt das gleiche.

Doch nicht nur Läufer und andere Sportler sehen sich mit Achillessehnen-Beschwerden konfrontiert. „Die Rolle des Körpergewichts wird gerne unterschätzt“, berichtet Karsten Knobloch. So überlas­ten auch Menschen, die zu viele Pfunde mit sich herumtragen, ihre Achillessehnen ständig. Auch orthopädische Fußfehlstellungen – beispielsweise ein Knickfuß – kommen als Ursache für Probleme mit den Bändern infrage. Sie können die Biomechanik so verändern, dass die Sehnen dauerhaft ungewöhnlich starken Zugkräften ausgesetzt sind, welche sie dann überfordern. Als weitere Risikofaktoren gelten ebenso Rauchen und die Einnahme bestimmter Antibiotika (Chinolone).

Manchmal entwickelt sich das Problem nach einer einzigen, massiven Überlastung. „Im Freundschaftsspiel ­gegen Argentinien habe ich einen kräfti­­gen Schlag auf die Achillessehne ­bekommen“, berichtet der Fußball-Natio­­nalspieler Per Mertesacker. Trotz anhaltender Schmerzen spielte er die Saison weiter und hielt auch noch die Weltmeisterschaft 2006 durch. „Aber dann ging es nicht mehr, ich musste mich operieren lassen.“ Natürlich ereignen sich schicksalhafte Kollisionen mit argentinischen Fußballern im Alltag eher selten. Einmalige, starke Überlastungen kommen dennoch vor, beispielsweise wenn schwere Umzugskartons gestemmt werden.

Typischerweise schmerzt es nicht in der Nähe der Ferse, sondern etwas darüber – zwei bis sechs Zentimeter oberhalb des Ansatzes. Dort wehrt sich der Körper gegen die Überlastung: Er versucht dem schwächelnden Bindegewebe zu Hilfe zu kommen, es zu vermehren und so zu stärken. Die­­se „Hilfsak­tion“ lässt sich von außen gut erkennen, denn die Sehnen verdicken an den Stellen. „Es wachsen winzige Blutgefäße ein, um die Umbauvorgänge zu unterstützen“, erklärt Experte Knob­loch. Mit den Gefäßen schieben sich auch Nervenzellen vor – sie melden die Schmerzen.

Dieser an sich sinnvolle Umbau hat ­allerdings einen Haken: Das neue Gewebe ist von minderer Qualität. Die Sehnen sind zwar verdickt, aber nicht besser vor Überlastung geschützt als zuvor – und sie können reißen. Manchmal reicht dafür schon ein kleiner Sprint zum Bus oder das Heben ­­einer Getränkekis­te – eine banale All­tags­belas­tung. Nach einer solchen Verletzung wird die Sehne meist in einer Operation ­­genäht. Manchmal reicht auch eine Ruhigstellung mittels Schiene. Doch egal, welche Therapie gewählt wird: Die Heilung gestaltet sich langwierig, „denn die Sehnenzellen teilen sich ausgesprochen langsam“, erläutert Karsten Knob­loch. „Daher ist erst nach neun bis zwölf Monaten wieder eine volle Belastung möglich.“

Ein Riss der Achillessehne lässt sich mit einer geeigneten Behandlung wirkungsvoll vermeiden – sofern diese recht­zeitig einsetzt. Knobloch: „Wer seine Sehnen kräftigt, kehrt die Entwicklung um.“ Ultraschalluntersuchun­gen zeigen: Bei regelmäßigem Training geht die Entzündung innerhalb weniger Wochen zurück, die kleinen Blut­gefäße verschwinden wieder, und die Verdickungen bilden sich zurück, weil kräftiges, schlankes Gewebe das dicke, minderwertige ersetzt.

Was ist also zu tun? Nicht mehr, als die einfache Übung (siehe unten) zu machen – allerdings regelmäßig. Spätes­tens nach zwölf Wochen gehen dann die Schmerzen deutlich zurück. Zur Linderung kann in der akuten Schmerzphase auch eine Therapie mit Kältepackungen beitragen (zehn Minuten kühlen, zehn Minuten Pause, dreimal wiederholen).

Victor S. unternahm nichts gegen seine Achillessehnen-Beschwerden. Das war letztlich der Grund dafür, warum er seinen Sport nicht mehr ausüben kann. Die Spuren seiner Leidenszeit sieht und spürt er noch heute: Beide Sehnen sind verdickt und schmerzen selbst bei kleineren Alltagsbelastungen. Von dem speziellen Krafttraining als Therapie erfuhr Victor S. erst kürzlich. „Natürlich werde ich das nun versuchen“, sagt er. Seine Leidenschaft ist nicht erloschen – er hofft auf einen sportlichen Neuanfang.

Übung für mehr Kraft und weniger Schmerzen:

  • Am besten trainieren Sie jedes Bein einzeln. Wenn die Schmerzen dabei zu stark sind, machen Sie die Übung anfangs zweibeinig.
  • Stellen Sie sich mit dem Vorfuß auf eine Stufe. Drücken Sie sich so weit wie möglich nach oben. Die Position zwei Sekunden ­halten, bevor Sie den Fuß so weit es geht senken. Zwei Sekunden halten, dann wieder nach oben.
  • Heben und senken Sie den Fuß 15 Mal, anschließend wechseln Sie die Seite. Sechs Durchgänge pro Tag (und pro Bein) sind ideal.
  • Spätestens nach zwölf Wochen lassen die Beschwerden nach. Nach dem vollständigen Verschwinden sollten Sie zur Vorbeugung weiter trainieren. Dann reichen zwei bis drei Mal pro Woche aus.
Bildnachweis: Action Press/Peter Aswendt, W&B/Martina Ibelherr

Dr. Ralph Müller-Gesser / Apotheken Umschau; 28.11.2011
Bildnachweis: Action Press/Peter Aswendt, W&B/Martina Ibelherr

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