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StoßwellentherapieWas versteht man unter ESW-Therapie?

ewst logoDie vor über 10 Jahren in der Urologie eingeführte Extrakorporale Stoßwellentherapie – zur minimal invasiven Behandlung (Zertrümmerung) von Nieren- und Harnleitersteinen – gehört mittlerweile zu den medizinischen Standards weltweit. Klinische Studien und über 6 Millionen behandelte Patienten weltweit beweisen den großen Nutzen dieser Therapieform. Durch die starke Verbreitung der Stoßwellenanwendungen in der Urologie und damit verbundener Forschung haben sich neue Anwendungsgebiete erschlossen. Seit wenigen Jahren werden mit rasch zunehmender Verbreitung ambulante Stoßwellenbehandlungen am menschlichen Bewegungsapparat zur Heilung mit großem Erfolg vorgenommen.

Was ist die Stoßwelle?

Stoßwellen sind mechanische Wellen, ähnlich wie Ultraschall, jedoch mit hoher Frequenz- und Energiedichte.

Sie entstehen durch Verdampfung von Wasser, die über eine Funkenentladung in Gang gesetzt wird.

Die Stoßwelle wird in einer speziellen Apparatur außerhalb des menschlichen Körpers erzeugt und innerhalb eines Brennpunktes (Wirkort) von etwa Daumengröße im Körper gebündelt. Die Haut wird dabei nicht verletzt. Die Wellen breiten sich nach den Gesetzen der Akustik aus. Da die meisten Gewebe den akustischen Eigenschaften des Wassers ähnlich sind, setzen sich die Druckwellen im Körper fort, ohne Schaden im umgebenden Gewebe anzurichten. Kalkablagerungen haben andere

akustische Eigenschaften, brechen die Druckwelle und werden so zerkleinert.

Wie ist die Wirkung auf das Gewebe?

Die Behandlung ist nicht invasiv und unblutig. In der Urologie eingesetzt, zertrümmern die Stoßwellen Steine. Bei der Anwendung am Knochen und Weichteilen wird keine zerstörende Wirkung beobachtet, im Gegenteil, es werden heilende Prozesse ausgelöst. Das Gewebe wird im mikroskopischen Bereich angefrischt und reagiert mit einer Aktivierung und Beschleunigung von Heilungsvorgängen. Im Knochen kommt es zu einer Knochenneubildung ähnlich wie bei einem Bruch mit Verdichtung des Knochens.

Verkalkungen in Sehnen können sich auflösen und chronische Schmerzzustände – möglicherweise durch eine direkte Wirkung auf die Schmerzfasern – verschwinden. Oft genügen 1-2 Anwendungen. Während der Behandlung reicht meist eine örtliche Betäubung, wie bei der Zahnbehandlung, aus.

Welche Verfahren gibt es?

  • das Niedrigenergieverfahren ist das wissenschaftlich weniger dargestellte Therapieverfahren, die Anzahl der Wiederholungsbehandlungen beträgt bei den Ansatztendinosen zwischen fünf und 30. Über Behandlungsergebnisse von Schulterverkalkungen und Pseudarthrosen wurde bisher nicht berichtet.
  • aus diesem Grund wird von erfahrenen Behandlern das Hochenergieverfahren angewandt; dieses ist das am besten wissenschaftlich dargestellte. In den meisten Fällen sind nur ein- bis dreimalige Behandlungen notwendig.

Es können wirksam alle zuvor genannten Erkrankungen des menschlichen Bewegungsapparates behandelt werden.

Gibt es Nebenwirkungen?

In seltenen Fällen gibt es Blutergüsse in und unter der Haut, wie nach einer Injektion. Andere Nebenwirkungen sind bisher

nicht berichtet worden, obgleich sie rein theoretisch möglich wären.

Wann soll die Therapie nicht durchgeführt werden?

Infektionen des beschallten Gewebes, Gerinnungsstörungen, Risikopatienten, offene Wachstumsfugen bei Kindern, Knochenbereiche, bei deren Behandlung Lungengewebe im Stoßwellenbereich liegen würde, direkte Fokussierung der Stoßwelle auf größere Gefäße und Nerven. Wenig bzw. keine klinischen Erfahrungen liegen vor bei:

Schwangerschaft, Patienten mit einem Herzschrittmacher, Behandlung der Wirbelkörper, Knochen des Schädels.

Welche Krankheiten des Bewegungsapparates kann man damit behandeln?

Verzögert heilende Knochen können beschleunigt zur Heilung gebracht werden. Man kann somit bestimmte Formen von Fehlgelenksbildungen (Pseudoarthrosen) heilen. Sehnenansatzerkrankungen wie z.B. der Tennisellenbogen, Achillessehnenbeschwerden, Fersenspornbeschwerden und Schultergelenksschmerzen an den Ansätzen der Schulterdrehmuskeln sprechen sehr gut auf die Therapie an, Verkalkungen der Schultersehnenplatte können teilweise aufgelöst werden.

Beispiele:

Medizinische Bezeichnung / Allgemeiner Sprachgebrauch

  1. Pseudarthrose / Verzögerte Bruchheilung
  2. Tendinitis calcarea / Kalkschulter
  3. Epicondylitis humeri radialis / Tennisarm
  4. Epicondylitis humeri ulnaris / Golferarm
  5. Fersensporn / Fersensporn
  6. Kalkaneussporn / Verkalkung am Achillessehnenansatz
  7. Achillodynie / schmerzhafte Achillessehne

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